Sind Sie ein früher Vogel, eine Nachteule oder etwas ganz anderes? Warum Ihre Gene bestimmen, wann Sie wach sind.
Es ist keine Frage der Disziplin – es ist eine Frage der Genetik.
Jeder Mensch besitzt eine innere Uhr (den zirkadianen Rhythmus), die bestimmt, wann wir müde werden und wann wir wach sind. Dieser Rhythmus wird maßgeblich von unseren Genen beeinflusst, insbesondere vom PER3-Gen. Ihr Chronotyp ist also biologisch festgelegt, ähnlich wie Ihre Augenfarbe.
Lange Zeit unterschied man nur zwischen "Lerchen" (Frühaufstehern) und "Eulen" (Spätaufstehern). Die moderne Schlafforschung, insbesondere Dr. Michael Breus, hat dieses Modell verfeinert und unterscheidet heute vier Haupttypen, die besser abbilden, wie die meisten Menschen ticken.
Der Chronotyp bestimmt nicht nur den Schlaf. Er beeinflusst auch, wann wir am besten essen, Sport treiben, kreativ sind und wann unsere Körpertemperatur ihren Höchststand erreicht.
Entdecken Sie, zu welcher Kategorie Sie gehören.
Rhythmus: Folgt der Sonne. Wacht morgens gut auf, wird abends müde.
Stärke: Beständig hohe Energie tagsüber.
Tipp: Kein Mittagsschlaf länger als 20 Minuten.
Rhythmus: Der klassische Frühaufsteher. Um 5 Uhr morgens topfit, ab 21 Uhr
müde.
Stärke: Erledigt wichtige Aufgaben vor dem Mittag.
Tipp: Abends nicht mehr sozial überfordern.
Rhythmus: Die "Nachteule". Kommt morgens schwer hoch, blüht abends auf.
Stärke: Kreative Hochleistungen spät nachts.
Tipp: Kein Frühstück erzwingen, später anfangen.
Rhythmus: Unregelmäßig. Leichter Schlaf, oft insomnia-anfällig.
Stärke: Intellektuelle Detailarbeit.
Tipp: Sehr strikte Schlafhygiene einhalten.
Wenn die Gesellschaft gegen Ihre Biologie arbeitet.
Unsere Gesellschaft (Schulbeginn, 9-to-5 Jobs) ist auf Lerchen und Bären ausgerichtet. Wölfe, die erst um 10 oder 11 Uhr ihre Hochleistung erreichen, werden oft als "faul" abgestempelt, weil sie morgens schwer aus dem Bett kommen.
Wenn ein Wolf jeden Tag um 6 Uhr aufstehen muss, lebt er in einem dauerhaften Zustand des "sozialen Jetlags". Die Symptome ähneln einem Flug durch mehrere Zeitzonen: Müdigkeit, Reizbarkeit, erhöhtes Risiko für Depressionen und Stoffwechselstörungen.
Warum Sie nicht gegen Ihre DNA kämpfen sollten.
Sie können Ihren Chronotyp nicht grundlegend ändern. Ein Wolf wird niemals glücklich werden, wenn er versucht, als Löwe zu leben. Der Versuch führt nur zu Erschöpfung.
Sie können Ihre innere Uhr jedoch leicht "tunen" (um ca. 60-90 Minuten), indem Sie Licht gezielt einsetzen. Helles Tageslicht direkt nach dem Aufwachen hilft Wölfen, früher wach zu werden. Dunkelheit am Abend signalisiert Löwen, dass sie länger wach bleiben können.
Arbeiten Sie dann, wenn Ihr Gehirn am leistungsfähigsten ist.
Lassen Sie den Health & Wellness Assistant Ihren Chronotypen analysieren und erhalten Sie einen personalisierten Tagesplan für maximale Energie und Produktivität.
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