Die Welt der E-Nummern

Was bedeutet das "E"?

E-Nummern sind nicht per se teuflisch. Das "E" steht schlicht für "Europa". Es ist ein Code für Lebensmittelzusatzstoffe, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) geprüft und zugelassen wurden. Jede Nummer steht für einen spezifischen Stoff, der technologisch notwendig sein muss, um zugelassen zu werden.

Doch "zugelassen" heißt nicht automatisch "gesund" für jeden. Während E300 einfach Vitamin C (Ascorbinsäure) ist, stehen andere Stoffe wie bestimmte Farbstoffe oder Phosphate durchaus in der Kritik.

Warum gibt es sie überhaupt?

Ohne Zusatzstoffe wäre unser Supermarktregal ziemlich leer – oder zumindest sehr schnell verdorben. E-Nummern erfüllen wichtige Aufgaben:

  • Konservierung (E200-E299): Schützen vor Schimmel und Bakterien.
  • Antioxidationsmittel (E300-E322): Verhindern, dass Fette ranzig werden oder Obst braun wird.
  • Verdickungsmittel & Emulgatoren: Sorgen dafür, dass Mayonnaise cremig bleibt und sich Öl und Wasser nicht trennen.
  • Farbstoffe (E100-E180): Machen Lebensmittel bunter (oft um Qualität vorzutäuschen).

💡 Wusstest du?

E101 ist Riboflavin (Vitamin B2) und färbt Puddings gelb. Absolut natürlich und unbedenklich. Man sollte also nicht alle Nummern über einen Kamm scheren.

Kritische Zusatzstoffe

Einige Stoffe solltest du dennoch im Auge behalten, besonders wenn du Kinder hast oder empfindlich reagieren:

  • Azofarbstoffe (z.B. E102, E110, E124): Stehen im Verdacht, Hyperaktivität bei Kindern zu fördern und können Allergien auslösen. Produkte mit diesen Stoffen musst einen Warnhinweis tragen.
  • Nitritpökelsalz (E250): In fast jeder Wurst enthalten. Kann im Körper krebserregende Nitrosamine bilden, vor allem beim Erhitzen.
  • Emulgatoren (z.B. Polysorbat 80): Neue Studien deuten darauf hin, dass sie die Darmflora und die Darmschleimhaut negativ beeinflussen könnten.

Der E-Nummern-Quick-Guide

Hier sind einige der am häufigsten verwendeten Zusatzstoffe im Überblick. Nutze diese Liste als schnellen Orientierungspunkt beim Einkaufen:

Typ: Farbstoff (gelb)
Einsatz: Desserts, Käse, Süßwaren.
Bewertung: OK – Ein lebenswichtiges Vitamin, völlig unbedenklich.

Typ: Azofarbstoff (gelb)
Einsatz: Getränke, Brausepulver, Senf.
Bewertung: VERMEIDEN – Kann Allergien auslösen und Hyperaktivität bei Kindern fördern.

Typ: Konservierungsmittel
Einsatz: Backwaren, Saucen, Margarine.
Bewertung: OK – Gilt in normalen Mengen als sicher und wird gut verstoffwechselt.

Typ: Konservierungsmittel (Pökelsalz)
Einsatz: Wurstwaren, Schinken, Pökelfleisch.
Bewertung: VERMEIDEN – Kann krebserregende Nitrosamine bilden, besonders beim Braten/Grillen.

Typ: Antioxidationsmittel (Vitamin C)
Einsatz: Fleischwaren (Farberhalt), Mehlbehandlung.
Bewertung: OK – Natürliches Antioxidans, schützt Lebensmittel vor Verderb.

Typ: Säuerungsmittel
Einsatz: Limonaden, Konserven, Süßigkeiten.
Bewertung: MODERAT – Unbedenklich für den Körper, aber in großen Mengen schädlich für den Zahnschmelz.

Typ: Geschmacksverstärker
Einsatz: Fertiggerichte, Chips, Würzmischungen.
Bewertung: BEDENKLICH – Kann bei empfindlichen Personen Kopfschmerzen oder Übelkeit auslösen.

Typ: Süßstoff
Einsatz: "Light"-Getränke, Kaugummi, Diätprodukte.
Bewertung: BEDENKLICH – Umstrittener Stoff; wer auf künstliche Chemie verzichten will, meidet ihn besser.

?? Unsicher bei den Inhaltsstoffen?

Scanne deine Lebensmittel mental oder lass dich helfen. Unser Assistant kennt die Tücken der Zusatzstoffe.

Zusatzstoffe checken

Der "Clean Label" Trick

Weil Verbraucher E-Nummern meiden, greifen Hersteller zum "Clean Labeling". Statt einer E-Nummer schreiben sie den vollen Namen oder nutzen Zutaten, die technisch wie Zusatzstoffe wirken, aber rechtlich keine sind.

Beispiel: Statt "Geschmacksverstärker E621" (Glutamat) steht dort "Hefeextrakt" oder "Würze". Beides enthält Glutamat. Statt Farbstoff E120 (aus Läusen) steht dort "Rote-Bete-Saftkonzentrat" (was natürlich ist, aber eben färbt). Lass dich also von "Ohne Zusatzstoffe" nicht blind vertrauen.

Fazit: Die Dosis macht das Gift

Wer überwiegend frisch kocht, Obst, Gemüse und unverarbeitete Lebensmittel kauft, nimmt automatisch weniger Zusatzstoffe zu sich. Für Babys und Kleinkinder gilt: Möglichst E-Nummern-frei ernähren, da ihr Organismus empfindlicher reagiert. Für Erwachsene sind die zugelassenen Mengen meist sicher, aber eine Reduktion, besonders bei hochverarbeiteten Produkten, ist immer eine gute Idee für die Darmgesundheit.

Häufige Fragen

Nein. Viele E-Nummern sind natürlichen Ursprungs. E440 ist Pektin (aus Äpfeln), E160a ist Carotin (aus Karotten). Die Nummer sagt nichts über die Herkunft aus, sondern ist nur ein Klassifizierungscode.

Ja, einige können pseudoallergische Reaktionen auslösen. Besonders Konservierungsstoffe wie Benzoesäure (E210) oder Schwefeldioxid (E220) sowie bestimmte Farbstoffe sind für empfindliche Menschen und Asthmatiker problematisch.

Ja, aber deutlich weniger. Von den über 300 zugelassenen Zusatzstoffen sind bei EU-Bio-Produkten nur etwa 50 erlaubt. Und diese musst überwiegend natürlichen Ursprungs sein. Bio ist also die sicherere Wahl, wenn du Zusatzstoffe meiden wollen.

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Frage unseren Health und Wellness Assistant zu mehr Details und welche Zusatzstoffe du besser vermeiden solltest. Dein Körper wird es dir danken.

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